Der beste Offroad-Tiefeinsteiger 2020 – 10 E-Bikes im Test (2024)

Haben wir nicht alle eine bessere Hälfte, Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte, mit denen wir geile Erlebnisse teilen oder sie in eine neue Art des Bikens entführen wollen, es aber nicht können? Neue grobstollige Tiefeinsteiger erleichtern den Auf- und Abstieg aufs Rad, erhöhen das Sicherheitsempfinden und eröffnen neue Perspektiven.

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Inhaltsverzeichnis

  • Das Testfeld
  • Wer hat getestet?
  • Wer hat die größte Reichweite?
  • Worauf muss man achten?
  • Der beste Offroad-Tiefeinsteiger im Test

Offroad-Tiefeinsteiger sind revolutionär, modern und im Fachhandel gehen die Verkaufszahlen zu Recht durch die Decke. Sie vereinen Generationen und Einsatzgebiete wie kaum ein anderes Bike und auch konstruktionstechnisch sind sie eine echte Meisterleistung. Ohne Oberrohr müssen sie ähnliche Fahreigenschaften wie ein Hardtail besitzen, und das ist eine große Herausforderung. Eins können wir bereits hier dazu sagen: Nur wenige Hersteller bekommen das aktuell hin, vor allem in Kombination mit einem schicken Design und akzeptablen Gewicht.

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Wir haben unsere Großeltern, Eltern, Freunde und Freundinnen (mit und ohne Verletzungen, mit und ohne Babys) eingeladen, um die neueste Generation an Offroad-Tiefeinsteigern mit uns zu testen – insgesamt 10 Bikes! Dabei haben wir herausgefunden, auf was es wirklich ankommt und welches Modell für welchen Einsatzzweck das beste ist.

Die Auseinandersetzung mit Offroad-Tiefeinsteigern lohnt sich, denn sie können Leben oder zumindest die Lebensqualität verändern – entweder von dir, deinem Partner, deiner Familie oder deinen Bekannten!

Tiefeinsteiger vereinen Generationen. Ob grobstolliger City-Flitzer, Packesel für ausgiebige Touren oder einfach nur Spaßmaschine, der Markt bietet bereits für fast jedes Einsatzgebiet ein gutes Modell.

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Was muss ein gutes Tiefeinsteiger-E-Mountainbike können?

Einen guten Tiefeinsteiger zu konstruieren ist eine Meisterleistung, egal ob für den Trekking-, Offroad- oder City-Einsatz. Schließlich soll das Bike trotz fehlendem Oberrohr selbst bei Beladung des Heckträgers ähnliche Steifigkeits- und Komfortwerte liefern wie ein klassisches E-Hardtail. Gleichzeitig den Akku im Unterrohr zu integrieren, das Design ansprechend zu gestalten und das Gewicht zu minimieren, erfordert eine hohe Ingenieursleistung. Ist der Rahmen nicht steif genug, kommt es zu Lenkerflattern und schwammigem Handling. Dann können bereits kleine Unebenheiten den Tiefeinsteiger aus der Ruhe bringen, besonders mit Gepäck oder Anhänger. Die gute Nachricht: Die besten Modelle können alles, was auch ein komfortables E-MTB-Hardtail kann – und noch mehr! Schließlich bieten sie oft mehr Komfort, einen leichteren Einstieg und eine höhere subjektive Fahrsicherheit im Sattel. Denn von der aufrechten Position im Sattel und dem tiefen Einstieg profitieren Neulinge und weniger flexible Menschen enorm. Die Sitzposition der meisten Tiefeinsteiger sorgt zudem dafür, dass selbst in grenzwertigen Situationen keine Überschlagsgefühle auftreten.

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Vergesst das Klischee „Tiefeinsteiger sind nur was für Omas“! Die neue Generation von E-Mountainbikes mit tiefem Durchstieg meistert Radtouren auf Forst- und Waldwegen und bietet einen hohen Alltagsnutzen im urbanen Dschungel. Dabei zaubert ein guter Tiefeinsteiger allen Altersklassen ein Grinsen ins Gesicht, egal ob im leichten Gelände, beim Pendeln oder auf langen Wochenend- bzw. Trekking-Ausflügen mit Gepäck. Dafür muss der Tiefeinsteiger laufruhig und agil zugleich sein und auf unterschiedlichen Bodenbelägen brillieren. Das Fahrverhalten ist idealerweise gutmütig und verzeiht Fahrfehler, gleichzeitig ist es präzise, egal ob bergauf, in der Ebene oder steil bergab. Für die Fahrsicherheit unerlässlich sind gut dosierbare, bissige und standfeste Bremsen sowie eine gute Bereifung, die auf unterschiedlichen Bodenbelägen und bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen für Grip sorgt. Die Qualität der Anbauteile wie Licht, Gepäckträger, Schutzbleche und Seitenständer ist ebenfalls sehr wichtig und sollte eurem Einsatzgebiet angemessen sein. Die meisten Tiefeinsteiger kommen mit einer hohen maximalen Zuladung von Fahrer und Equipment und mit Anhängerfreigabe. Damit man sie ruhigen Gewissens am Bahnhof abstellen kann, sind sie im Idealfall bereits ab Werk mit einem GPS-Tracker ausgestattet, mit dem ihr das E-Bike im Falle eines Diebstahls verfolgen und wiederbeschaffen könnt.

Ihr seid der Meinung, Tiefeinsteiger wären Damen-E-Bikes? Sehen wir anders: Ein gutes E-Mountainbike mit tiefem Durchstieg meistert Radtouren auf Forst- und Waldwegen, bietet einen hohen Alltagsnutzen im urbanen Dschungel und vermittelt viel Sicherheit.

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Weit mehr als Damen-E-Bikes – Tiefeinsteiger-E-MTBs haben eine riesige Zielgruppe

Die Zeiten, in denen Tiefeinsteiger ein wenig naserümpfend als Damen-E-Bike betitelt wurden, sind vorbei! Von der aufrechten Sitzposition, dem erhöhten Sicherheitsempfinden und dem tiefen Einstieg profitieren besonders Neueinsteiger aller Altersklassen und diese Bikes ermöglichen es, gemeinsam mehr zu erleben. Auch wer trotz Verletzung, eingeschränkter körperlicher Flexibilität, höherem Alter oder Behinderung nicht auf das beste Hobby der Welt – E-Mountainbiken – verzichten möchte, für den ist ein Offroad-Tiefeinsteiger die richtige Wahl. Natürlich darf man einen Tiefeinsteiger aber auch besitzen, wenn man den unkonventionellen Look geil findet oder einfach Spaß daran hat, etwas Neues auszuprobieren. Für faule Couchpotatoes, die ihr Bein nicht über das Oberrohr heben wollen – was für ein Kraftakt! –, ist diese neue Generation E-MTBs natürlich auch genau das Richtige! Wenn ihr auf der Suche nach einem E-Bike mit guter Kontrolle im gemäßigten Gelände, auf ausgedehnten Touren und im Alltag seid, dann ist ein guter Offroad-Tiefeinsteiger die Antwort auf all eure Fragen.

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Ich möchte mit Gepäck fahren, auf was kommt es an?

Wer ausgiebige Trekking-Touren und Wochenendausflüge unternehmen möchte oder mit seinem Tiefeinsteiger täglich zur Arbeit pendelt oder den Wocheneinkauf erledigt, der ist selten ohne Gepäck unterwegs. Und schon sind wir beim Thema Verwindungssteifigkeit. Besonders mit Gepäck sind stabile und sichere Fahreigenschaften ohne gefährliches Lenkerflattern Grundvoraussetzung – es geht um eine hohe Verwindungssteifigkeit und eine sinnvolle Gewichtsverteilung. Und wie immer gilt auch hier: Entscheidend ist das gesamte Bike, denn ein steifer Rahmen kann nur brillieren, wenn die Komponenten gut dazu passen. Denn durch das zusätzliche Gewicht z. B. auf dem Gepäckträger wird der Schwerpunkt ungünstig verlagert und das Handling des Bikes wird extrem auf die Probe gestellt. Direktes und präzises Umsetzen von Lenkimpulsen bei beladenem Gepäckträger sind leider keine Selbstverständlichkeit und die Kontrolle über das Bike kann extrem leiden.

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Besonders mit Gepäck sind stabile und sichere Fahreigenschaften ohne gefährliches Lenkerflattern wichtig. Grundvoraussetzungen: eine hohe Verwindungssteifigkeit des Rahmens und ausgereifte Lastverteilung.

Lieber Frontträger oder Korb am Lenker? Auch hier wird das Handling beeinflusst, meist ist die Zuladung allerdings auf wenige Kilogramm beschränkt und reicht gerade so für den Einkauf auf dem Markt. Um bequem und auf kurzen Strecken etwas Leichtes zu transportieren, kann ein Korb oder ein Frontträger eine sinnvolle Lösung sein. Wer seine Siebensachen mit seinem Tiefeinsteiger-E-MTB transportieren und nicht immer mit Rucksack unterwegs sein will, für den ist das Handling mit Gepäck jedoch vor allem am Heckträger wichtig. Um einen möglichst realitätsnahen Fahreindruck zu erhalten, sind wir alle Tiefeinsteiger mit Gepäckträger auch mit rund 11 kg Gewicht gefahren, aufgeteilt in zwei Seitentaschen – das entspricht 22 großen Bier! Auch ohne sie zu trinken, hat sich die Fahrt mit Beladung bei einigen Modellen so angefühlt, als wäre man im Vollrausch, denn einige Bikes fahren dann unkontrolliert Schlangenlinien. Wer das Bike dennoch auf Spur halten will, muss ordentlich am Lenker zupacken und mit viel Körpereinsatz gegensteuern, sprich es gibt Nachholbedarf.

CENTURION und Riese & Müller sind die positiven Highlights, bei denen das Handling bei einer Fahrt mit Zuladung kaum beeinflusst wird. Beim Fully von Riese & Müller ist das Gewicht sogar Teil der gefederten Masse. Das schützt nicht nur vor Erschütterungen, sondern verbessert auch die Fahrstabilität. Viele Bikes im Test können hier nicht mit den Besten im Test mithalten, kommen aber mit der zusätzlichen Beanspruchung klar, die durch ein geringes Zusatzgewicht entsteht. Mit 11 kg stößt man bei einigen Modellen allerdings schon an die Grenze. Das Life CX 6X Connect von Corratec ist beispielsweise mit so einer Heckladung total überfordert, dann wird das Handling sehr schwammig.

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Das Testfeld

Die Auswahl an Tiefeinsteigern am Markt ist riesig, aber bei genauerem Hinsehen wird klar, dass nicht alle das Potenzial haben, auch ein guter Offroad-Tiefeinsteiger zu sein. Ein hoher Schwerpunkt aufgrund der Akkuposition, weniger robuste Komponenten, kaum profilierte Reifen und schwammiges Handling limitieren schon im Händlerschaufenster viele Modelle. Doch es gibt auch ganz andere Bikes. Die neue Generation an komfortablen und vielseitigen E-Bikes ohne Oberrohr eröffnet neue Perspektiven und ermöglicht gerade Neueinsteigern eine grandiose E-MTB-Experience. Es gibt schlichtweg alles: von sportlichen Modellen für den leichten Trail-Einsatz wie dem BULLS oder dem Moustache über Bikes wie das Riese & Müller, die ihre Vorteile auf ausgedehnten Trekking-Touren mit Gepäck ausspielen, bis zu grobstolligen City-Flitzern wie dem Kalkhoff oder dem HNF-NICOLAI. Für jedes Einsatzgebiet finden sich spannende Tiefeinsteiger am Markt. Für uns war eines von Anfang an klar: Wir suchen den besten Allrounder, der die besten Fahreigenschaften mit einer durchdachten Ausstattung vereint und der nicht nur in gemäßigtem Gelände und auf ausgedehnten Touren mit Gepäck brilliert, sondern auch im Alltag überzeugt. Wir haben 10 heiße Kandidaten am noch jungen Markt gefunden. CUBE konnte uns zum Testzeitpunkt noch kein passendes Bike zur Verfügung stellen. Schade, uns hätte brennend interessiert, wie sich die Hightech MTB FOX 34-Federgabel im Offroad-Tiefeinsteiger Nuride Hybrid SL macht.

BikePreisGewichtMotor/AkkuAlltagstaugsausstattung
BULLS E-STREAM EVO 1 WAVE 27,5(Zum Test)3.599€23,80kgBrose Drive S Mag 90 Nm
750 Wh
nein
CENTURION E-Fire Country F3500(Zum Test)3.999€23,70kgShimano STEPS E8000 70 Nm
504 Wh
ja
Corratec Life CX 6X Connect(Zum Test)3.999€25,90kgBosch Performance Line CX 75 Nm
625 Wh
ja
FANTIC ISSIMO(Zum Test)2.995€33,40kgBafang M500 80 Nm
630 Wh
teilweise
HNF-NICOLAI UD3(Zum Test)4.695€27,90kgBosch Performance Line CX 75 Nm
625 Wh
ja
INFRONT IF-4 Wave(Zum Test)3.599€27,10kgBosch Performance Line CX 75 Nm
/625 Wh
ja
Kalkhoff Entice 5.B Excite(Zum Test)3.799€24,80kgBosch Performance Line 65 Nm
625 Wh
ja
3.799€28,70kgBosch Performance Line CX 75 Nm
500 Wh
ja
Moustache Samedi 27 Off 2 Open(Zum Test)2.899€22,90kgBosch Performance Line 65 Nm
500 Wh
nein
6.499€29,70kgBosch Performance Line CX 75 Nm
500 Wh
ja
Ø3.868€Ø26,80kg
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Testfahrer und ihre Erwartungen an die neue Generation von Offroad-Tiefeinsteigern

Unser Testteam ist so vielseitig wie die Offroad-Tiefeinsteiger. Rentner, E-MTB-Neulinge, Pendler, Genießer, Fliegengewichte und Skeptiker. Der jüngste Tester ist 24, die älteste 83 Jahre alt. Die Tester und ihre Anforderungen an die Bikes könnten fast nicht unterschiedlicher sein und doch hatten alle eine Menge Spaß, besonders wenn wir gemeinsam unterwegs waren. Es ist wahr: Tiefeinsteiger verbinden. Und zwar nicht nur Generationen, sondern auch alle Könnerstufen.

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Welcher Tiefeinsteiger hat die größte Reichweite?

Die meisten wissen es schon: Auf die Frage nach der Reichweite gibt es keine pauschale Antwort. Denn sie hängt nicht nur von der Akkukapazität ab, sondern von vielen Faktoren. Reifenwahl, Reifendruck, Außentemperatur, Unterstützungsstufe, Streckenprofil und Fahrergewicht sind nur ein paar der Aspekte, die beeinflussen, wie weit ihr mit eurem Tiefeinsteiger kommt. Zwischen 10 und 100 km ist alles möglich, absolute Angaben sind fehl am Platz und irreführend. Außerdem gilt: „Mehr“ ist nicht gleich besser. Denn mehr Akkukapazität führt zwangsläufig zu mehr Gewicht, zu einer veränderten Gewichtsverteilung und meist zu einem höheren Schwerpunkt und damit zu Kompromissen im Fahrverhalten und in der Alltagstauglichkeit. Deshalb die Faustregel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Macht euch bewusst, wie viel Akkukapazität ihr wirklich braucht. Wenn ihr am liebsten lange Wochenend-Touren unternehmt, ist ein System mit Doppelakku sinnvoll. Diese Möglichkeit habt ihr in unserem Testfeld nur mit dem Riese & Müller. Alternativ kann ein Schnellladegerät in der Mittagspause Abhilfe schaffen. Wenn ihr täglich nur kurze Distanzen pendelt, reichen 500 Wh meist völlig aus. Habt ihr die Möglichkeit, den Akku im Bike zu laden? Oder müsst ihr ihn zum Laden aus dem Bike herausnehmen? Denn dann ist es wichtiger, dass sich der Akku leicht nach oben entnehmen lässt, als dass ihr ein paar Wattstunden mehr bekommt.

Reifenwahl, Reifendruck, Außentemperatur, Unterstützungsstufe, Streckenprofil und Fahrergewicht sind nur ein paar der Aspekte, die beeinflussen, wie weit ihr mit eurem Tiefeinsteiger-E-MTB kommt.

Worauf sollte ich bei einem Offroad-Tiefeinsteiger achten?

Ausstattung, Anbauteile, Verarbeitung und technische Features sind wichtige Faktoren bei einem Bike – doch wie sinnvoll eine oft teurere Hightech-Ausstattung am Tiefeinsteiger ist, hängt stark vom Einsatzgebiet ab. Ihr solltet euch vor dem Kauf deshalb bewusst machen, was ihr von einem Tiefeinsteiger erwartet, was er können sollte und wo ihr meistens unterwegs seid. Braucht ihr eine Familienkutsche mit Kinderanhänger und bärenstarkem Motor, ein Pendler-Gefährt, einen elektrischen grobstolligen Einkaufswagen oder eine Schönwetter-Spaßmaschine fürs gemäßigte Gelände? Wird das Bike von mehreren Personen in der Familie gefahren? Welche Features sind für euch sinnvoll und welche treiben nur unnötig den Preis in die Höhe? Die folgenden Abschnitte sollen euch bei der Kaufentscheidung helfen.

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Alltagsnutzen

Ein Tiefeinsteiger sollte vielseitig sein und Schutzbleche, Seitenständer und Gepäckträger erhöhen den Alltagsnutzen ungemein. Die meisten Hersteller liefern ihre Modelle deshalb gleich mit all diesen Features aus. Zwei Räder im Testfeld (BULLS und Moustache) kommen jedoch ohne Schutzbleche, Lichtanlage, Gepäckträger und Seitenständer. Um den Alltagsnutzen zu erhöhen, könnt ihr diese nachträglich verbauen, beide Bikes sind entsprechend dafür vorbereitet. Unser Tipp: Meist haben die Hersteller selbst die passenden Anbauteile, die beim Kauf gleich mitbestellt werden können. Dadurch stellt ihr nicht nur sicher, dass sie problemlos ans Bike montiert werden können. Sie passen dann auch optisch ins Gesamtbild. Unter selbst gebastelten Nachbaulösungen leiden oft der Look und die Funktion.

Akkuentnahme und die Position der Ladebuchse

Die Entnahme des Akkus nach oben ist die bequemste Lösung und sinnvoll für alle, die ihren Stromspeicher nicht im Bike laden können oder wollen. Es sei denn, ihr wollt euch jedes Mal unbedingt tief bücken oder auf dem Boden rumkriechen … Die Positionierung des Ladeports ist in unseren Augen Geschmackssache: Ist er tief unten positioniert, wie z. B. beim KETTLER, muss man sich bücken. Beim Kalkhoff ist er hingegen weit oben positioniert, dann muss das Ladegerät oft abgestützt werden, um nicht in der Luft zu baumeln.
In Sachen Qualität wirkt das standardmäßige Bosch-Ladebuchsen-Cover nicht nur billig, sondern wird auch schnell abgerissen und geht verloren. In unserem Test kam das Cover bei vier Bikes zum Einsatz und bei allen ist es abgerissen. Das wird dann kritisch, wenn man bei schlechtem Wetter unterwegs ist und Gefahr läuft, dass der Ladeport verdreckt wird. Kalkhoff, KETTLER und Moustache haben das Problem bereits erkannt und verbauen hauseigene Abdeckungen für die Ladebuchse am Bosch-Antriebssystem. Beim Brose Drive S Mag am BULLS kommt sogar eine magnetische und funktionale Ladebuchsenabdeckung zum Einsatz – so wünschen wir uns das!

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Bremsen

Wie auch bei Performance-orientierten E-Mountainbikes empfehlen wir euch standfeste und bissige Bremsen. Zwar ballert man mit Offroad-Tiefeinsteigern nicht die krassesten Trails und das steilste Gefälle herunter, aber auch im Stadtverkehr möchte man verlässlich, schnell und sicher zum Stillstand kommen. Aktuell rückt das maximale zulässige Gesamtgewicht in den Fokus einiger Hersteller, einige vergessen dabei allerdings, die Bremsen an die größere Belastung des zusätzlichen Gewichts anzupassen. Die besten Bremsen im Test lassen sich mit einem und in Schrecksituationen auch mit zwei Fingern gut dosieren und liefern selbst nach langen Abfahrten noch immer ausreichend Bremspower. Bremsen aus dem Performance-Bereich wie eine CODE RSC oder eine MAGURA MT5 sind an Tiefeinsteigern nicht fehl am Platz, ganz im Gegenteil, sie erhöhen die Sicherheit. Mit Ausnahme der Stopper am INFRONT sind die Bremsen im Test durchweg zu schwach und ihre Standfestigkeit ist zu gering, um auch für lange und steile Abfahrten mit zusätzlichem Gepäck gerüstet zu sein – hier besteht bei vielen Herstellern noch Nachholbedarf.

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Ergonomie

Viele Hersteller werben mit besonders ergonomischen Parts. Das Problem daran: Jeder Mensch ist anders, hat persönliche Vorlieben und das Einsatzgebiet mancher Bikes ist zudem sehr vielseitig. Die Kontaktpunkte Sattel und Griffe eines E-MTBs sollten immer individuell auf den Fahrer und das Einsatzgebiet angepasst werden. Ihr wollt mit eurem Offroad-Tiefeinsteiger regelmäßig auf Trails? Dann ist ein extrem breiter Trekking-Sattel ein No-Go! Das sieht nicht nur unsportlich aus, sondern schränkt die Bewegungsfreiheit im Stand stark ein und kostet Fahrspaß sowie Sicherheit auf dem Trail. Manchmal täuscht der optische Eindruck – ein super breiter und weich gepolsterter Sattel muss nicht bequemer sein als ein schmales und sportliches Modell. Denn richtig bequem ist er nur, wenn er zu eurem Hintern, eurer Fahrposition und eurem Gewicht passt. Der gute Fachhandel hilft hier mit bewährten Messmethoden weiter, um den für euren Hintern richtigen Sattel zu finden. Bei INFRONT könnt ihr euch z. B. den angebotenen SQlab-Sattel in der richtigen Breite und die SQlab-Griffe in der richtigen Dicke montieren lassen. Dafür bekommt ihr ein Vermessungs-Kit zugeschickt. Noch besser ihr schaut direkt bei INFRONT in Freiburg vorbei dann wird euch dabei geholfen. Sinnvoll ist ein Gespräch über die Kontaktpunkte bei einem persönlichen Besuch vor Ort allemal, egal ob bei der kleinen Bikeschmiede aus Freiburg oder beim Fachhändler.

Viele Trekking-orientierte Bikes im Test haben einen winkelverstellbaren Vorbau. Im Optimalfall kann damit die Sitzposition in einem Bereich von sportlich bis aufrecht feinjustiert werden. So findet fast jeder seine gewünschte Sitzposition. Wichtig: Wer den Vorbau verstellt, sollte auf das richtige Drehmoment achten!

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Federelemente

Stahl- oder Luftfedergabel? Hier gibt es von uns eine klare Empfehlung zur Gabel mit Luftfeder. Stahlfedern sind zwar meist wartungsarm, lassen sich aber nicht ausreichend auf das Fahrergewicht einstellen. Hier ist man schnell zu leicht oder zu schwer und dann bringt einem die Federgabel so gut wie nichts. Aber Achtung! Auch bei Luftgabeln gibt es Grenzen der Einstellbarkeit. Manche Hersteller geben ihren Offroad-Tiefeinsteiger für eine maximale Zuladung von Fahrer und Equipment frei, die deutlich über die sinnvollen Anpassungsmöglichkeiten der Federgabel hinausgeht. Das Corratec Life CX 6X Connect ist z. B. für eine maximale Zuladung von 154 kg freigegeben – sinnvoll lässt sich die Federgabel aber nur bis 130 kg einstellen. Ein klarer Fall von Fehlausstattung.

Was die Performance angeht, sind deutliche Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Modellen zu spüren. In gemäßigtem Gelände kann eine schlechte Federgabel den Tiefeinsteiger einschränken, wie z. B. am BULLS E-STREAM EVO 1 WAVE 27,5. An trailorientierten E-MTBs ohne Oberrohr wünschen wir uns für die Zukunft bessere Federgabeln aus dem Performance-Bereich. Die einzige wirklich trailtaugliche Federgabel im Test ist am INFRONT verbaut. Ein weiteres Highlight ist das Homage von Riese & Müller: Der einzige vollgefederte Tiefeinsteiger, den es gibt – Komfort 2.0!

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Die Position des Flaschenhalters

Überraschend oft wird der Flaschenhalter im Bereich des Durchstiegs angebracht und blockiert ihn dadurch. Wir können vermutlich alle zugeben, dass eine solche Befestigung das grundsätzliche Konzept des Tiefeinsteigers ein wenig ad absurdum führt. Denn dann muss das Bein fast genauso hoch angehoben werden wie bei einem E-MTB mit Oberrohr, und leider ist das bei einigen Modellen im Test der Fall. Am besten ist der Flaschenhalter weit oben auf dem Unterrohr bzw. nahe am Steuerrohr platziert; gut gelöst haben das Corratec und CENTURION. Das Team von Riese & Müller hat ebenfalls eine clevere Lösung für viele seiner Modelle parat – seitlich am Steuerrohr. Ausgerechnet am Tiefeinsteiger Homage ist jedoch keine Flaschenhalter-Option vorhanden. Schade!

Geschwindigkeitssensor

Die meisten Bikes im Test kommen mit externem Geschwindigkeitssensor und Speichenmagnet – oldschool, unnötig und im Zweifel extrem nervig. Zwar ist das Risiko, den Speichenmagnet auf dem Trail zu verlieren, hier nicht so hoch wie bei E-Mountainbikes, die auf pure Trail-Performance getrimmt sind. Aber verlieren kann man ihn dennoch und dann ist man ohne Unterstützung unterwegs. Außerdem muss man aufpassen, wenn das Schloss durch die Speichen gefädelt wird. Und schick ist die externe Lösung nie. Hier besteht im Vergleich zum KETTLER, das mit integriertem Speichenmagnet kommt, bei vielen Bikes noch Nachholbedarf. Gut integrierte Lösungen gibt es mittlerweile von jedem Hersteller, es gibt also eigentlich keine Ausrede.

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Gewicht

Das Gewicht ist in diesem Testfeld schwer zu vergleichen. Manche Tiefeinsteiger kommen mit Schutzblechen, Gepäckträger, Seitenständer, Lichtanlage, Schloss und eines sogar mit Federung am Heck, während das leichteste Bike quasi nackt ist. Wir haben fairerweise jedes Schloss zum Wiegen abgenommen, die sonstigen Anbauteile wurden aber nicht demontiert. Klar ist trotzdem: Wer den Tiefeinsteiger rumhieven oder sogar tragen muss, für den sind die durchschnittlichen 26,78 kg im Testfeld unter Umständen eine schweißtreibende Angelegenheit.

Motor

Hier kommt es weder auf das maximale Drehmoment noch auf die Maximalleistung an, sondern vor allem auf das Fahrgefühl und die Software-Abstimmung. Manche Motoren sind natürlich und einfach zu kontrollieren, andere erfordern hingegen Zehenspitzengefühl und die richtige Trittfrequenz. Smarte und progressive Unterstützungsstufen wie der Bosch eMTB-Modus oder der Trail-Modus bei Shimano regeln die Motorunterstützung anhand des Fahrer-Inputs automatisch und machen einen Wechsel zwischen den Unterstützungsstufen in vielen Fahrsituationen überflüssig. Dadurch ist man mit voller Konzentration auf der Straße oder dem Trail unterwegs, gleichzeitig erspart es den ein oder anderen Schaltvorgang. Leider haben sich einige Hersteller mit Bosch-Antriebseinheit gegen den eMTB-Modus und für den Sport-Modus entschieden. Wir empfehlen euch in diesen Fällen, den eMTB-Modus per Software-Update nachträglich von eurem Fachhändler vor Ort aufspielen zu lassen. Das geht für den kraftvollen Performance Line CX-Motor schon lange, für das Trekking-Modell Performance Line allerdings erst ab dem Modelljahr 2020. Bei Shimano und Brose könnt ihr den Motor per App selbst an eure persönlichen Vorlieben anpassen, bei Bosch ist das leider nicht möglich, dank des smarten eMTB-Modus aber auch nicht wirklich notwendig. Einzelheiten zu allen Motoren findet ihr hier.

Reifen

Profilierte Reifen machen einen Tiefeinsteiger nicht gleich zum E-MTB. Reifen sind dennoch das wichtigste Kriterium für Komfort, Grip, Reichweite, Sicherheit und das Fahrgefühl. Komfort entsteht hier vor allem durch Volumen, wir empfehlen 2,35”–2,4” breite Reifen und einen möglichst niedrigen Luftdruck. Eine Gummimischung sowie ein Profil für wechselnden Untergrund und wechselnde Witterungsbedingungen sind an einem Tiefeinsteiger wichtig – in der Hinsicht gibt es riesige Unterschiede. Mit dem Schwalbe Rock Razor, der am Riese & Müller zum Einsatz kommt, könnte man aus dem ein oder anderen Bike noch einiges herausholen, während die Continental Race King-Bereifung am Corratec uns bereits auf feuchtem Asphalt nicht überzeugen konnte, denn hier hat Corratec zur günstigeren und super harten Gummimischung von Conti gegriffen. Pannenschutz braucht jeder! Die meisten Reifen im Test kommen mit einer speziellen Schicht im Reifen, die vor Platten durch Nägel und Scherben schützt.

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Sattelstütze

Ob auf dem Trail oder an der Ampel – von einer absenkbaren Sattelstütze profitiert fast jeder. Hierbei handelt es sich nicht um unnötigen MTB-Hightech-Schnickschnack, sondern um eine sinnvolle Lösung mit echtem Komfortgewinn. Sie gibt euch nicht nur Bewegungsfreiheit in der Abfahrt, sondern sorgt auch dafür, dass ihr im Stand einfach und schnell mit dem Fuß auf den Boden kommt, ohne den Hintern vom Sattel nehmen zu müssen. Zudem werden schnelle Fahrerwechsel zum Kinderspiel. Während die meisten Sattelstützen in unserem Vergleichstest gefedert sind, kommen nur wenige Tiefeinsteiger mit einer Vario-Sattelstütze. Die besten Stützen haben CENTURION und KETTLER: Sie sind absenkbar und gefedert, das bedeutet zusätzliche Bewegsungsfreiheit und Komfort.

Seitenständer

Bei manchen Tiefeinsteigern erzeugt der Seitenständer eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse und klappt in gemäßigtem Gelände auch noch von alleine aus – ein No-Go! Das kann richtig gefährlich werden. Zum Glück kann man hier preiswert mit einer stabilisierenden Feder oder einem neuen Ständer nachrüsten. Das Team von HNF-NICOLAI positioniert den Seitenständer an seinem Tiefeinsteiger UD3 nah am Tretlager. Dadurch steht das Bike zwar sehr stabil, der Ständer bzw. das Pedal wird allerdings blockiert, sobald das Bike geschoben wird. Das bedeutet nervige Fummelei.

Sicherheitskonzept inkl. Diebstahlschutz und GPS-Tracker

Wer seinen Tiefeinsteiger auch im urbanen Umfeld nutzt, profitiert von einem erweiterten Sicherheitskonzept, das über ein klassisches Schloss und einen sicheren Abstellplatz hinausgeht. Ein GPS-Tracker kann an nahezu jedem E-Bike einfach selbst nachgerüstet werden und bietet zusätzlichen Schutz zum herkömmlichen Schloss. Ein empfehlenswerter Tracker ist der PowUnity BikeTrax für 199,90 €. Bei BULLS z. B. gibt es in der 750-Wh-Variante die Option auf einen GPS-Tracker ab Werk, für 199 € Aufpreis könnt ihr euer E-Bike dann im Falle eines Diebstahls verfolgen.

Riese & Müller bietet diesbezüglich branchenweit vermutlich die beste Lösung an: das RX Connect-Konzept, das aus GPS-Tracker, eSIM und Versicherung besteht. Wird das E-Bike gestohlen, ruft man einfach die Hotline an oder meldet sich online, lässt sein Bike orten und wartet darauf, dass es zeitnah zurückgebracht wird. Gelingt das nicht, bekommt man von Riese & Müller ein neues Bike, sofern der Versicherungsschutz als Service gebucht wurde. Automatische Over-the-Air-Updates, Sturzerkennung sowie die Anzeige der Parkposition können individuell als Service dazu gebucht werden. Der RX-Chip kostet einmalig 99 €, das RX-Servicepaket mit Versicherungsschutz startet preislich bei 139,90 € im Jahr.

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Lichtanlage

Wer seinen E-MTB-Tiefeinsteiger das ganze Jahr nutzen möchte und auch mal nachts unterwegs ist, sollte auf eine gute Lichtanlage Wert legen. Dabei ist auch die Position wichtig: Ist die Lampe mittig am Lenker montiert, wird es schwierig für einen Korb. Ist sie knapp über dem Schutzblech angebracht, wirft das einen Schatten direkt vors Bike. Ist das Licht am Steuerrohr montiert, fehlt euch der Überblick in Kurven. Die gute Nachricht: Um in der Dämmerung besser gesehen zu werden, reichen alle Lampen im Test völlig aus. Was die Ausleuchtung vor dem Bike angeht, gibt es jedoch deutliche Unterschiede. Die Supernova M99 MINI am Riese & Müller sowie die Supernova MINI 2 am HNF-NICOLAI sind im Testfeld konkurrenzlos – hier wird die Nacht zum Tag und man sieht auch noch in 50 m Entfernung die Maus über den Fahrradweg huschen. Bei der Supernova M99 MINI hat man sogar ein Fernlicht, das vom Lenker aus bedient werden kann. CENTURION, Moustache und INFRONT bieten akzeptable Lampen, bei allen anderen leidet der nächtliche Durchblick deutlich.

Zulässiges Gesamtgewicht und maximale Zuladung

Genau wie ein Auto besitzt auch ein E-Mountainbike ein maximal zulässiges Gesamtgewicht (zGG). Es wird vom Fahrradhersteller freigegeben und stellt sicher, dass alle am Rad verbauten Komponenten den Belastungen standhalten. Dabei definiert immer das schwächste Bauteil das maximale Gesamtgewicht. Errechnet wird das zGG aus dem Gewicht des Bikes plus Fahrergewicht inklusive gesamter Ausstattung (Helm, Rucksack usw.) und Gepäck. Das zGG hängt natürlich auch davon ab, für was das Bike freigegeben ist: Darf man damit auf Waldwege? Sind Sprünge offiziell erlaubt? Ist das Surfen von Flowtrails vom Hersteller freigegeben? Im Testfeld gibt es noch Räder mit einem sehr niedrigen zGG, bei denen ein Fahrer rein rechnerisch gerade mal nackt mit Unterhose fahren dürfte – beim HNF-NICOLAI UD3 sind es gerade mal 92 kg! Die maximale Zuladung des BULLS E-STREAM EVO 1 WAVE 27,5 ist mit 101 kg nicht gerade hoch, dafür darf man jedoch offiziell Sprünge bis 61 cm mitnehmen – das ist einzigartig im Testfeld. Allerdings arbeiten viele Marken aktuell daran, die Freigabelimits zu erhöhen. Aber Achtung! Hier entfernen sich manche Hersteller im Testfeld bereits von der Realität. Nur weil Komponenten der maximalen Belastung standhalten, ist das nicht automatisch eine Gewährleistung für ein gutes und präzises Handling. Bestes Beispiel ist das Corratec Life CX 6X Connect: Ausgelegt ist das gesamte Bike für eine Zuladung bis 154 kg, das entspricht einem zGG von 180 kg. Bereits mit einem Personengewicht von 85 kg fährt sich das Bike aber schwammig. Mit zusätzlichem Gewicht am Heckträger ist es nur noch schwer zu beherrschen; es schaukelt sich schnell auf und Lenkerflattern tritt auf. Wir sehen ein zulässiges Gesamtgewicht von 150 kg als neuen Standard für die Zukunft an, insbesondere weil viele Biker einen Kinder- oder Hundeanhänger benutzen wollen, der ebenfalls zum zGG zählt! Speziell für schwere Fahrer ist es ratsam, sich vor dem Kauf über das Gewichtslimit eines spezifischen Bikes zu informieren. Wenn man das zGG überschreitet, kann das vor allem Auswirkungen auf eure Sicherheit, aber auch auf die Gewährleistung und Garantieansprüche haben.

Tops

Der beste Offroad-Tiefeinsteiger 2020 – 10 E-Bikes im Test (42)
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Flops

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Der beste Offroad-Tiefeinsteiger 2020 – CENTURION E-Fire Country F3500

Der beste Offroad-Tiefeinsteiger 2020 – 10 E-Bikes im Test (55)

Das CENTURION E-Fire Country F3500 ist der verdiente Testsieger dieses großen Vergleichstests! Aber was macht es zum König? Zugegeben, das E-Fire Country F3500 ist optisch nicht das durchgestylteste Bike im Testfeld, aber dafür ist es der mit Abstand beste Allrounder mit dem breitesten Einsatzgebiet. Auf eine Vollintegration des Akkus hat man verzichtet, um ein möglichst hohe Rahmensteifigkeit zu erreichen. Das sorgt für ein präzises und sehr berechenbares Handling sowie ein hohes Sicherheitsempfinden – in jeder Situation. Im Stadtverkehr mit und ohne Gepäck macht das Bike eine ebenso gute Figur wie auf Langstrecken, wo es mit einer komfortablen Sitzposition punktet. Und auf Forst- und Waldwegen sowie leichten Singletrails macht es dann richtig Spaß! Die Ausstattung ist tadellos, ein Highlight ist die absenkbare Sattelstütze mit Federung. Dank des stimmigen Gesamtkonzepts, der super Allround-Eigenschaften und der sehr guten Performance sichert sich das CENTURION E-Fire Country F3500 den begehrten Testsieg und ist der beste Offroad-Tiefeinsteiger 2020!

Hier findet ihr den kompletten Test des CENTURION E-Fire Country F3500

Der E-MOUNTAINBIKE-Kauftipp – BULLS E-STREAM EVO 1 WAVE 27,5+

Der beste Offroad-Tiefeinsteiger 2020 – 10 E-Bikes im Test (56)

Ein Bike im Test hat alle Vollblut-E-Mountainbiker in der Testcrew ins Staunen versetzt: das BULLS E-STREAM EVO 1 WAVE 27,5+. In Sachen Handling und Trail-Performance steht das BULLS einem E-MTB-Hardtail in fast nichts nach. Mit dem großen Bonus, dass die Bewegungsfreiheit dank des fehlenden Oberrohrs next level ist! Das intuitive Handling, gepaart mit reichlich Komfort für lange Touren und guten Klettereigenschaften, macht es zu einem Multitalent im gemäßigten Gelände. Eine bessere Federgabel und eine absenkbare Sattelstütze würden den Trailspaß sogar noch eine deutliche Stufe anheben. In Anbetracht des recht günstigen Preises von 3.599 € ist das aber akzeptabel. Das BULLS kommt serienmäßig ohne Zusatzfeatures wie Lichtanlage, Schutzblech oder Gepäckträger. Dank des elegant integrierten Monkey-Link-Systems ist das Nachrüsten von Schutzblechen oder Lichtanlage aber ein Kinderspiel – anklipsen und schon kann’s losgehen! Und zwar mit Vollgas: Das BULLS E-STREAM EVO 1 WAVE 27,5+ verfügt über den äußerst kraftvollen Brose Drive S Mag mit 90 Nm, der von einem riesigen, 750 Wh großen Akku gespeist wird. Kein anderes Modell im Testfeld kommt so nah an die Fahreigenschaften und das Handling eines herkömmlichen E-Mountainbike-Hardtails heran wie das BULLS E-STREAM EVO 1 WAVE 27,5+ – Fahrspaß pur und für sportliche Fahrertypen ist das Konzept eine Wucht! Unser klarer Kauftipp!

Hier findet ihr den kompletten Test des BULLS E-STREAM EVO 1 WAVE 27,5+

Weitere empfehlenswerte Offroad-Tiefeinsteiger

Während das CENTURION E-Fire Country F3500 der beste Allrounder ist, gibt es im Testfeld noch einige Spezialisten, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Denn es gibt nicht das eine perfekte Bike für jeden, aber für jeden das perfekte Bike. Die Frage, die ihr euch stellen solltet, ist: Wo und wie setze ich den Tiefeinsteiger ein? Was muss er dafür können?

Riese & Müller Homage GT Rohloff GX

Der beste Offroad-Tiefeinsteiger 2020 – 10 E-Bikes im Test (57)

Das Riese & Müller Homage GT Rohloff GX ist in vielerlei Hinsicht einzigartig: Es ist der einzige vollgefederte Tiefeinsteiger auf dem Markt und kommt als einziges Bike im Test mit Dual-Battery-Option und einem ganzheitlichen Sicherheitskonzept, das über GPS-Tracking und Premium-Versicherungsschutz verfügt. Aufgrund der Vollfederung sind der Sitzkomfort und die Traktion die Benchmark im gesamten Testfeld. Gerade für Offroad-Pendler, Trekking- und Touren-Begeisterte ist das spurstabile Homage GT eine gute Option. Der Heckträger ist Teil der gefederten Masse, weshalb das Riese & Müller so stabil und sicher zu fahren ist wie kein anderes Bike mit Packtaschen. Mit der besten Lichtanlage im Test und der innovativen Diebstahlsicherung dank RX Connect punktet es auch im urbanen Umfeld. Die Ausstattung ist, mit Ausnahme der Bremsen, sehr robust. Doch so viel Robustheit hat auch ihren Preis: 29,7 kg bringt das Riese & Müller Homage GT Rohloff GX auf die Waage. Wer auf innovative Features steht und einen spurstabilen Offroad-Tiefeinsteiger sucht, sollte sich das Riese & Müller Homage GT jedoch definitiv genauer anschauen.

INFRONT IF-4 Wave

Der beste Offroad-Tiefeinsteiger 2020 – 10 E-Bikes im Test (58)

Der Offroad-Tiefeinsteiger der kleinen Bikeschmiede INFRONT hört auf den Namen IF-4 Wave und ist die Überraschung im Test! Er ist eines der vielseitigsten E-Bikes und kann im Alltag sowie auf Touren durch gemäßigtes Gelände punkten. Das E-MTB ohne Oberrohr fährt genau da hin, wo es hinsoll, und vermittelt viel Sicherheit, nicht zuletzt wegen der hohen Front, der besten Federgabel im Test und top Bremsen. Auf leichten Trails limitiert der breite Sattel die Bewegungsfreiheit, eine nachrüstbare Vario-Sattelstütze würde hier das subjektive Sicherheitsempfinden und die Usability deutlich erhöhen.

Hier findet ihr den kompletten Test des INFRONT IF-4 Wave

Kalkhoff Entice 5.B Excite

Der beste Offroad-Tiefeinsteiger 2020 – 10 E-Bikes im Test (59)

Ihr sucht einen durchgestylten Tiefeinsteiger und wollt damit hauptsächlich durch die City flitzen? Dann ist das Kalkhoff Entice 5.B Excite mit seiner eleganten und zugleich sportlichen Optik definitiv eine Überlegung wert. Durch seinen präzisen und wendigen Charakter versprüht es im urbanen Asphaltdschungel Fahrspaß pur. Gleichzeitig ist die Handhabung des Bikes intuitiv – super für Anfänger und Fortgeschrittene. Ein Lastenesel ist es allerdings nicht. Wer hauptsächlich Trekking-Ausflüge unternehmen möchte oder viel abseits von befestigten Wegen unterwegs ist, muss weitersuchen. Denn dafür ist auch der Komfort zu gering. Das Kalkhoff ist ein Bike für das urbane Umfeld.

Hier findet ihr den kompletten Test des Kalkhoff Entice 5.B Excite

Alle Bikes im Test:
BULLS E-STREAM EVO 1 WAVE 27,5 |CENTURION E-Fire Country F3500 |Corratec Life CX 6X Connect |FANTIC ISSIMO |HNF-NICOLAI UD3 |INFRONT IF-4 Wave |Kalkhoff Entice 5.B Excite | |Moustache Samedi 27 Off 2 Open |

Die Rolle der E-MTBs und ihre potenziellen Anwendungsgebiete verändern sich rasant. Wir setzen neue Impulse und helfen, den Durchblick zu bewahren. Eines ist dabei sicher: Die Zukunft des E-MTBs ist spannender denn je! Unsere E-MOUNTAINBIKE Evolutionstheorie gibt diesem Artikel und allen weiteren der New Generation Serie ihren Kontext, sorgt für neue Perspektiven und einen weiteren Horizont.

Weitere Artikel der Serie sind: die Ära der E-SUVs, das neue Fahrgefühl mit Light E-MTBs, das Potenzial von Offroad-Cargo-Bikes, unser Offroad-Tiefeinsteiger-Vergleichstest, Connectivity und Software-Lösungen, die neue Generation Z, und unser Handbuch zur Vererbung der Bike Leidenschaft an die Kids.

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Words: Photos: Robin Schmitt, Jonas Müssig, Philipp Schwab

Der beste Offroad-Tiefeinsteiger 2020 – 10 E-Bikes im Test (2024)

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Name: Roderick King

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